Archiv für Dezember 2007

Fast Food Freestyle

Dezember 30, 2007

Wie bestellt eigentlich ein richtiger Rapper im Drive-In (im Englischen eigentlich Drive-Thru) sein Fastfood? Joe Woody macht es im „Fast Food Freestyle“ vor. Ein Video das bei YouTube zurecht die 10 Millionen Marke hinter sich gelassen hat; einfach nur herrlich.

„I need a double cheeseburger and hold the lettuce / Don’t be frontin’ son no seeds on a bun / We be up in this drive thru / Order for two / I gots a craving for a number nine like my shoe / We need some chicken up in here / In this dizzle / For rizzle my mizzle / Extra salt on the frizzle / Dr. Pepper my brother / Another for your mother / Double double super size / And don’t forget the fries…“

Lie Lie Lie

Dezember 29, 2007

Serj Tankian ist in erster Linie als Sänger von „System of a Down“ bekannt. Mit „Elect The Dead“ erschien jetzt sein erstes Soloalbum das neben solch anmutig-lyrischen Titeln wie „Beethoven’s Cunt“ auch das hier vorgestellte „Lie Lie Lie“ enthält.

Das Video ist eine Art Collagen-Spiel und wurde von Martha Colburn gedreht. Leider habe ich nicht herausbekommen, welcher weibliche Counterpart dort neben Serj singt und auch symbolisch im Video auftritt.

Serj selbst hat über den Song gesagt: „Then I realized the lyrics were way too serious for such a silly song. So I ripped them up, threw them on the floor and went in and did it all on the fly, just having fun and creating it all again from scratch. In the end the song became this really crazy, humorous drama“ (Interview mit soadfans.com).

Natürlich klingt der Song sehr nach „System of a Down“, aber das ist vielleicht nicht schlecht so und kann auch nicht wirklich überraschen. Das fortlaufende „la la la la la“ mag auf Dauer nerven, insgesamt ist der Song jedoch stimmig und das Video gelungen.

Baile Funk

Dezember 28, 2007

In der Tracks-Sendung vom 13.12. gab es einen Beitrag zum brasilianischen „Baile Funk“ (auch „Rio Funk“, „Favela Funk“ oder „Funk Carioca“), den ich ziemlich beeindruckend fand und der sich zum Glück auch bei YouTube findet:

In der Wikipedia kann man nachlesen:

„Die Stilrichtung entstand in den mittleren 80er Jahren aus der Miami-Bass-Musik der USA, einer schnellen, von elektronischen Beats gekennzeichneten Spielform des Hip Hop, die in Referenz auf das Stück ‘Planet Rock’ von Afrika Bambaataa entstand. Im Unterschied zum Miami Bass legten die brasilianischen Funkeiros unter den typischen Sound des Drumcomputers TR-808 auch traditionelle, brasilianische Percussionrhythmen.

Die Texte im Rio Funk handeln, ähnlich explizit wie im amerikanischen Gangsta Rap, von Sex, Drogen und Kriminalität und sind oft extrem gewaltverherrlichend – sie spiegeln den sozialen Alltag in den Favelas, den Slums von Rio de Janeiro wieder. Die große Mehrheit der Funk-Künstler stammen aus den Favelas.

Baile Funk wird auf ‘Funk-Bällen’ zelebriert, diemeist in Turnhallen oder Fußballplätzen der Favelas stattfinden. Die Musik wurde in Europa zunächst vor allem wegen der oft in Massenschlägereien ausartenden Bailes de Corredor (auch Funk Balls genannt) berüchtigt

Bei den ‘Bailes de Corredor’ spaltete sich ein Teil der Tänzer in zwei Seiten, die oft zwei rivalisierenden Gangs des Viertels entsprachen. Zwischen diesen beiden Lados gibt es einen Korridor, in dem die Funkeiros sich gegenseitig kampflustig anspringen – kontrolliert von Security Guards, die die Funkeiros vor allzu gewalttätigen Übergriffen abhielten.

Die Bailes de Corredor wurden aufgrund der zahlreichen Todesfälle während dieser Veranstaltungen im Jahr 1992 verboten; dennoch sterben in Rio weiterhin jedes Wochenende Funkeiros, vor allem während Drogengeschäften, Polizeirazzien oder Gang bedingten Gewaltaktionen. Der Beliebtheit des Musikstils tut dies indes keinen Abbruch. Heute liebt auch das weiße, wohlhabende Rio de Janeiro den Funk, und tanzt in den Stadtteilen Copacabana, Ipanema oder Leblon auf Funk-Partys…“ (Wikipedia)

My-Space-Profile von einigen bekannten Baile Funk Acts:

Einfach mal reinhören, zumindest einige Stücke klingen wirklich nicht schlecht.

Piece of Me

Dezember 27, 2007

Als ich das Video zu „Piece of Me“ zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich noch, „Hey kein schlechter Britney-Klon“, doch es stellte sich heraus, daß das Stück wirklich von Britney Spears ist. Der Song und das Video sind überraschend gut.

Allein dieses an markanten Stellen hereingeschnittene „Hahnkrähen“ ist einfach nur herrlich, dazu kommt dieser wirklich gute Sound der fast schon an Daft Punk oder an einen der neueren Madonna-Songs erinnert. Der massive Einsatz von Synthesizern ist sicherlich nicht jedermanns Fall, ich finde trotzdem es klingt besser als so ziemlich alles was Britney bisher herausgebracht hat.

Im Song wie im Video geht es darum wie die arme Britney von den Paparazzi verfolgt wird, was nur bedingt unterhaltsam ist, aber trotzdem solide umgesetzt wurde.

Christmas Special: Don’t Shoot Me Santa

Dezember 23, 2007

„Don’t shoot me Santa Claus / Well no one else around believes me / But the children on the block they tease me / I couldn’t let them off that easy“

So bittet der Ich-Erzähler in „Don’t Shoot Me Santa“, dem neuen Song der „Killers“, den Weihnachtsmann darum, ihn nicht zu erschießen, obwohl er selbst zuvor ein paar arme Seelen in die Hölle geschickt hat. Doch Santa ist unerbittlich, am Ende vergräbt er im Video Frontman Brandon Flowers symbolisch in der Mojave-Wüste (die Band kommt aus Las Vegas), nachdem Brandon und Band ihn in der Wüste zurückgelassen haben.

Verantwortlich für dieses ausgesprochen lustige und sarkastische Video ist angeblich Matthew Gray Gubler. Song und Video passen zueinander, und allein schon wegen dem Tannenbaum-Pulli von Brandon Flowers hat das Stück gute Chancen ein echter Weihnachtsklassiker zu werden.